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Die Eichstädter Warte ist das Wahrzeichen Langeneichstädts. Sie findet sich im Wappenbild des Ortes und wird Namen gebend von Vereinen und Institutionen benutzt. Die Eichstädter Warte ragt am Rande der Querfurter Platte auf 204,5 m Höhe über NN und ca. 1,5 km nördlich der Ortslage Langeneichstädts weithin sichtbar ins Land. Der mittelalterliche Wachtturm mit einem Umfang von 23 m am Fuße und einer Höhe von 15,7 m bis zur Spitze hat einen Zugang an der Südseite in 7,5 m Höhe. Die verwendeten Baumaterialien sind vorwiegend Kalkstein und wenig Sandstein.
Es wird momentan davon ausgegangen, dass der Bau einer Warte an dieser Stelle erstmals um 950 unter Heinrich I. erfolgte. Auf Grund der Mauertechnik datiert die Entstehung der Warte in ihrer heutigen Form ins 14. oder 15. Jahrhundert. Neuere dendrochronologische Untersuchungen entnommener Holzbalkenreste setzen das Baujahr um 1483 an.
Unmittelbar unter der Eichstädter Warte befindet sich ein Hügelgräberfeld aus der mittleren Jungsteinzeit. Zu besichtigen sind ein freigelegtes Steinkammergrab und die Nachbildung eines Menhirs, die sogenannte Dolmengöttin. Das Original dieser Dolmengöttin ist im Museum auf der Burg Querfurt zu sehen. Zusammen mit dem benachbarten Steinkammergrab und der Nachbildung der Menhir Dolmengöttin bildet die Eichstädter Warte ein eindrucksvolles Denkmalensemble. Außerhalb der genannten Termine sind Besichtigungen und Führungen nach Voranmeldung möglich.
Die Anlage, welche mittlerweile zur Tourismusroute "Himmelswege" in Sachsen-Anhalt gehört, ist über einen asphaltierten Weg zu erreichen, und mit einer Informationstafel ausgestattet.
Koordinaten (GPS): 51.35676° N, 11.73457° E (WGS84).
Ansprechpartner: Bernhard Kaminsky, Telefon: +49 (0) 34632 40162
Redakteur: Harry Günther
Quelle: Gemeinde Langeneichstädt
Fotos: Wittenberg,Reckna