Bilder u. Heimatgeschichte - aus Nebra

Kleine Wanderung zum Aussichtsturm am Fundort der Himmelsscheibe von Nebra mit Panoramarundblick

08.03.2014 21:48

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Hin und zurück plus Aufenthalt auf dem Mittelberg etwa 1,5 – 2 Stunden – etwa 6 km.

 

Hier an der Arche Nebra beginnt unsere kleine Wanderung zum Himmelscheibenfundort auf dem Mittelbergplateau.

Ein etwa 3 km langer Wanderweg führt von der Arche Nebra zum Mittelberg. Er beginnt zunächst auf der geteerten Forststraße und zweigt später in den Wald auf einen Schotterweg ab. Radfahrer folgen dem Himmelsscheibenradweg, der ebenfalls auf der Forststraße verläuft. Der Abzweig zum Fundort ist ausgeschildert. Auf dem Mittelbergplateau wurde 1999 die Himmelsscheibe von Nebra gefunden. Inmitten eines dichten Waldes war ihre Auffindung durch zwei Raubgräber mehr dem Zufall zu verdanken.

 

Für unseren Panoramarundblick ist der Aussichtsturm mit Sichtachse zur Sonnenwende interessant. Man kann ihn bereits von der Arche Nebra aus sehen, aus dem Wald markant hervorragt und der sich in unmittelbarer Nähe der Fundstelle befindet.

 
 

Der Panoramablick vom Turm aus in Richtung Norwesten.

Der 30 m hoch und um 10° geneigte Aussichtsturm, ist er der Zeiger einer überdimensionalen Sonnenuhr. Ein senkrechter Schnitt teilt das Bauwerk und markiert die Sichtachse zum Brocken: Hier ging die Sonne zur Sommersonnenwende unter, hier ließ sich die Himmelsscheibe einnorden und als Sonnenkalender benutzen. Wir nutzen Ihn für unseren Panoramarundblick!

 
 
 

Die Sichtbeziehungen zu bestimmten markanten Punkten in der Umgebung, die der Besucher vom Aussichtsturm aus herstellen kann – dem Kyffhäuser mit dem Kulpenberg oder dem Harz mit dem Brocken –,werden auf dem Mittelbergplateau durch etwa 50 cm breite Betonbänder im Boden mit eingestanzten Inschriften aufgenommen.Sie helfen dem Betrachter, den Blick zu den entsprechenden Punkten zu leiten und die bronzezeitlichen Himmelsbeobachtungen nachzuvollziehen.

 
 
 

Das »Himmelsauge« kennzeichnet den Fundort der Himmelsscheibe. Am exakt vermessenen Punkt liegt eine leicht gekrümmte Scheibe aus poliertem Edelstahl im Boden. Der Blick in den Boden ist gleichzeitig ein Blick in den Himmel: Das Himmelsauge dient als Spiegel und verbindet Himmel und Erde somit genau an der Stelle, wo 3600 Jahre lang ein Bild des Himmels im Boden verborgen lag.

Redaktion: Jürgen Krohn

Quelle: M. Wittenberg

Fotos: M. Wittenberg

 

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